Deep-Erpel-Bau - Tim Weißbach Modellflugzeuge

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Deep-Erpel-Bau

Deep-Erpel Bauanleitung

Tragfläche


  • Legen Sie ein Baubrett, oder Ihre ebene Werkbank mit Frischhaltefolie aus, damit kein Kleber auf die Oberfläche gelangt und eine Verklebung mit dem Bauteil vermieden wird.

  • Trennen Sie die Fräs-Teile 1-26 mit einem scharfen Messer aus den Brettchen und teilen diese in 2 Sätze auf (1x linke, 1x rechte Tragfläche).

  • Tragen Sie die restlichen Einzelteile zusammen und verteilen auch diese auf die jeweiligen Stapel für  linke, sowie rechte Tragfläche.


        Diese Teile sind: Kohlefaser-Rohre, die Messing-Rohre und die Magnete.




  • Verkleben Sie im ersten Schritt die Teile 23-26 zu je einem Flächenbogen (links/rechts!!). Dies geht am einfachsten, wenn die Teile an der Klebestelle einseitig mit Sekundenkleber benetzt werden und anschließend auf der Frischhaltefolie zusammengeschoben werden.




  • Stecken Sie nun grob eine linke und eine rechte Tragflächenhälfte aus den Flächenbögen und den Rippen 1-22 zusammen. Dazu die Rippen von hinten in die Nasenleiste schieben und das hintere Ende von oben in die Endleiste einstecken.






  • Schieben Sie im folgenden Schritt die Kohlefaser-Rohre und die Messingrohre in die Rippen. Werden die Rohre dabei gedreht, erleichtert dies den Arbeitsschritt. Das D2/1,1 Messingrohr sollte zwischen 1-3mm aus der Wurzelrippe herausstehen.

  • Nun kann zum zweiten Mal geklebt werden. Dazu sollten die Rippen von dem Kohle-Rohr bis zur Endleiste bündig auf dem Baubrett aufliegen, um Verzug zu vermeiden. Dann an allen Verbindungspunkten einen Tropfen Sekundenkleber auftragen. Hier ist besonders darauf zu achten, dass kein Kleber in das Innere der Messing-Rohre gelangt.








  • Es werden nun jeweils ein 4x5mm und ein 5x2mm Magnet zu einer Einheit verbunden und jeweils in das offene Ende des Messing-Rohres, welches zum Flächen-Ohr zeigt, eingelegt und mit dünnflüssigem Sekundenkleber verklebt. Der 5x2mm Magnet dient als Anschlag und verhindert dabei das vollständige Hineinrutschen des Magneten in das Rohr. Auch hier unbedingt darauf achten, dass kein Kleber in das Innere des Messing-Rohres, sowie auf die innere Kontaktfläche des Magneten gelangt. Alternativ kann in diesem Arbeitsschritt auch Epoxi verwendet werden.





  • Als nächstes werden die Ohren vorsichtig mit einer feinen Säge von den Tragflächen getrennt.

  • Die Ohren sind entsprechen dem Verlauf der Tragflächenunterseite zu verschleifen. Randbereiche können nach Belieben verrundet werden.





  • Im folgenden Schritt werden die Tragflächen verschliffen. Dazu überstehende Rohre vorsichtig absägen und bündig schleifen. Die Nasenleiste muss sorgfältig verrundet werden. Die Anbindungen der Rippen vom Fräsen lassen sich sehr einfach mit einem Brettchen verschleifen, auf das vorher ein Stück Schleifpapier geklebt wurde.





  • Die Tragflächen sind nun fertig zum Bespannen.


Leitwerk

  • Als erstes werden die Fräs-Teile 55+56 aus dem Brettchen getrennt.

  • Dann werden diese beiden Teile miteinander verklebt. Dabei geht man am besten so vor, wie bei der Verklebung der Flächenbögen zuvor.

  • Im Anschluss kann nach persönlichem Ermessen verrundet werden.

  • Auch das Leitwerk ist nun schon bereit für sein Folienkleid.




Rumpf

  • Trennen Sie die Frästeile 30-54 aus den Brettchen und legen Sie diese griffbereit für den Rumpfbau auf das Baubrett.

  • Fügen Sie jeweils die Teile 30+31 zusammen und verkleben diese, damit zwei komplette Seitenteile entstehen.




  • An den horizontalen Kanten der Seitenteile werden die 3x3mm Balsaleisten verklebt. Hier ist unbedingt darauf zu achten, dass ein linkes und ein rechtes Seitenteil entsteht.

  • Zur Verstärkung der Verbindung zwischen den Teilen 30+31, empfehle ich aus Reststücken des 1mm Sperrholzes aus dem Bauzzle, die Klebefuge zu überdecken. So wird einem Bruch der Klebefuge bei härteren Landungen vorgebeugt.




  • Die Teile 38, 39 und 40 werden zusammengesteckt und in ein Seitenteil eingelegt. Anschließend können noch die Spanten 37+41 eingelegt werden.







  • Das zweite Seitenteil wird nun aufgelegt und der unfertige Rumpf aufgerichtet. Die schmalen Enden der Seitenteile (die Nase des Modells) müssen bündig stehen, um die Seitenteile mit den bisherigen Spanten (37-41) zu verkleben.

  • Wenn die Verklebung durchgeführt wurde, können die restlichen Spanten (36+42-44) eingelegt und verklebt werden. Auch hier wieder darauf achten, dass die Enden der Seitenteile auf selber Höhe liegen, damit das Höhenleitwerk später mit möglichst wenig Schleifarbeit waagerecht aufliegen kann.




  • Nun wird die untere Beplankung des Rumpfes (51-54) aufgeklebt.






  • Als nächstes geht es mit der oberen Beplankung weiter. Dazu wird mit Teil 49 gestartet. Dieses wird am Absatz zur Leitwerksauflage angelegt und verklebt.





  • Jetzt wird der Deckel (Teil 48) vorpositioniert. Vor dem Deckel wird Teil 47 mit ca. 0,5mm Abstand mit dem Rumpf verklebt. Der Spalt sorgt dafür, dass der lackierte oder folierte Deckel später nicht drückt. Der Deckel selbst wird nicht verklebt!!





  • Die Teile 48/1 und 48/2 werden mit dem Deckel verklebt. Sie dienen als Lasche, um den Deckel durch Verformung in den Rumpf zu klemmen.




  • Die Überstände der Beplankung, der Spanten und der 3x3 Balsa-Leisten werden nun bündig gefeilt und geschliffen.

  • Bleibt der Deckel ein paar Zehntel breiter als der eigentliche Rumpf, so lässt er sich später einfacher wieder öffnen. Den Überstand aber bitte nicht so groß wählen, dass er später die Bewegung der Tragflächen stören könnte.




  • Im folgenden Schritt wird der Motorträger vorbereitet. Dieser passt nur auf eine einzige Weise zusammen und später auch verdrehsicher in den Kopfspant (36) Dennoch erläutere ich kurz:

  • Die Zahlen auf den 4 Wandteilen (32-35) des Motorträgers sind nach dem Zusammenbau von außen sichtbar. Diese Wandteile werden der Reihe nach in Spant 36 eingelegt und miteinander verbunden. (Wenn von vorn auf den Spant geschaut wird ergibt sich folgende Reihenfolge: unten 32, links 33, oben 34 und rechts 35.) Dann kann der GFK-Motorspant 56 auf die vorhandene Konstruktion aufgesteckt werden. Wenn alle Teile zusammengefunden haben, werden diese verklebt.






  • Der Motorträger wird dann mit dem 4mm Balsaholz verkleidet. Dazu erst die Zwischenräume links und rechts auffüllen und mit der Ober- und Unterseite des Motorträgers plan schleifen. Im Anschluss werden die Zwischenräume oben und unten gefüllt. Nun wird der Motorspant vorne plan und die Rumpfnase in Form geschliffen. Dabei entstehen an 4 Stellen Durchbrüche, die der Motorkühlung dienen.

  • Zum guten Schluss können die Ringe (46) mittig auf den Motorspant geklebt und gegebenenfalls verschliffen werden.









  • Nun fehlt nur noch die Nase. Diese besteht aus dem beiligenden Balsaklotz und wird stumpf vor den Rumpf geklebt und formschlüssig nach Belieben verrundet.





  • Alle Kanten des Rumpfs können nun nach Belieben verrundet werden. Von einer zu starken Verrundung rate ich jedoch ab, da sich dies negativ auf die Stabilität des Rumpfes auswirkt.




  • Jetzt kann das Messing-Rohr mit den Verstärkungsringen in den Rumpf eingeschoben und gewissenhaft verklebt werden. Dieses Rohr muss beidseitig etwa 1mm überstehen, damit sich die Tragfläche später gut bewegen lässt. Steht das Rohr noch zu sehr über, so sollte es mit einer Feile auf Maß gebracht werden. Dies geht ganz einfach, wenn dieses noch nicht verklebt ist: Das Rohr einfach in den Akkuschrauber spannen und drehen lassen. Dann eine Feile nutzen, um das Rohr gleichmäßig und gefühlvoll zu kürzen.




  • Der Flächenverbinder muss mit einer Feile oder zum Beispiel mit einem Dremel mit Schleifaufsatz auf Maß gebracht werden. Dazu werden die Tragflächen an den Rumpf gesteckt und der Verbinder so lange gekürzt, bis die 3 Messinghülsen im zusammengesteckten Zustand  genau aufeinander treffen und die Magnete guten Kontakt zum Flächenverbinder haben. Die Enden des Verbinders müssen sehr sorgfältig und möglichst gerade gefeilt werden. Nur eine saubere Auflage zum Magneten garantiert einen sicheren Halt der Tragflächen während des Fluges. Ist der Stahl deutlich zu lang, kann auch mit einer Säge vorgearbeitet werden.

  • Bevor das Leitwerk im nächsten Schritt mit dem Rumpf verbunden wird, empfehle ich das Modell komplett fertig zu bauen, inklusive aller Komponenten (siehe unten). Es wird normalerweise etwas Blei benötigt, um den Schwerpunkt zu realisieren. Hierfür sollte die Kammer unter dem Leitwerk genutzt werden, um den möglichst großen Hebel zu nutzen.

  • Um das Leitwerk mit dem Rumpf zu verkleben empfiehlt sich, den Flächenverbinder einzustecken, oder gar die Tragflächen komplett, um den Rumpf auszurichten. So kann man die Flucht von Tragfläche und Leitwerk besser kontrollieren. Liegt das Leitwerk nicht in einer Flucht zur Tragfläche, muss die Leitwerksauflage dementsprechend so lange nachgearbeitet werden, bis eine exakte Verklebung möglich ist.

  • Zum positionieren des Leitwerkes greift die Nase von Spant 44 in die Nut am Leitwerk.


Montage

Empfohlene RC-Komponenten:

Spinner/Luftschraube: Aeronaut 30mm CoolNose-Spinner / 7x4 CAMCarbon
Motor/Regler: Hacker A10-(7L) / 10A
Akku: LEMONRC 600 – 7,4V (2s) oder ähnliche – maximale Maße: 60x30x17mm
Empfänger: Spektrum AR6210 DSMX oder ähnliche
Servos: 2x HITEC HS-65MG für Flächenverwindung

Ich bevorzuge stets den Rumpf zu lackieren oder zu lasieren. Bei einer Lackierung des Rumpfes stören  keine Folienüberstände die Bewegungsfreiheit der Tragflächen im Bereich der Anlenkung.

Für die Folierung der Tragflächen und Leitwerke empfehle ich ORACOVER Bügelfolie zu verwenden. NICHT Light, NICHT AIR - sondern die Richtige. Diese ist zäh und reißfest – ideal für den harten Einsatz der Modelle. Ob transparent oder deckend ist dabei egal. Die ORACOVER Bügelfolie lässt sich herrlich verarbeiten, sieht spitze aus und sorgt für ein Extra an Stabilität.  So haben Sie lange Freude an Ihrem Modell, auch wenn mal eine Außenlandung stattfindet.

Wenn der Rumpf nun lackiert oder bespannt ist können die Servos eingebaut werden. Bei den Hitec HS-65MG/HB müssen die Hebel gekürzt werden. Pro Servo ist ein einseitiger Hebel zu nutzen. Es gibt im Lieferumfang Hebel mit verschiedenen Löchern. Hier ist wichtig, dass die kleinen Löcher (1 mm) genutzt werden. Die Position des Anlenkungsdrahtes auf dem Servoarm sollte etwa 10 mm vom Servo-Drehpunkt entfernt liegen. Die Servoarme sollten in Neutralstellung etwa waagerecht stehen. Der vorgebogene Anlenkungsdraht wird mit der doppelt abgewinkelten Seite in den Servoarm eingehakt. Damit diese Drähte sauber in der runden Nut laufen, müssen sie eventuell nachgebogen werden.

Die Servos so einbauen, dass die Kabel nach unten stehen. Die Laschen der Servos greifen unten in den Spant 39 und sollten mit der Seite auf diesem aufliegen. Um die Servos fest mit dem Rumpf zu verbinden wird das Brettchen 45 über die oberen Laschen der Servos gesteckt und mit den mitgelieferten Schrauben der Servos verschraubt. Ein Video, welches den Einbau der Servos bei der E-Gurke Schritt für Schritt erklärt, gibt es auf meiner Internetseite www.tims-modellflugzeuge.de in der Rubrik „FAQ“. Prinzipiell funktioniert der Einbau hier identisch.

Jetzt müssen nur noch die Tragflächen mit dem D4 mm Federstahl an den Rumpf gesteckt werden. Darauf achten, dass der 1mm Anlenkungsdraht in das D2/1,1 mm Messing-Rohr greift.

Der Motor wird am Motorspant verschraubt und Regler findet gleich davor Platz. Die Kabel des Motors können hinter eine der Laschen im Spant 36 gelegt werden, damit sie den rotierenden Außenläufer-Motor nicht berühren. Das Fach vor den Servos eignet sich hervorragend für den Empfänger und den Flugakku. Die Kabel vom Akku zum Regler werden einfach über den Servos verlegt.


Da die EWD variabel ist, muss unbedingt darauf geachtet werden, dass diese in Neutralstellung passt! Die Endleiste der Tragfläche steht in Neutralstellung etwa 10mm unter der Rumpfoberkante. Je nach Schwerpunkt-Lage muss die genaue EWD später im Flug erprobt und dem Schwerpunkt entsprechend angepasst werden.

Der Schwerpunkt liegt im Bereich der Tragflächen-Nase auf Höhe der Wurzelrippe. Etwa 285-290mm hinter der Vorderkante des Canards.

Als Ausschläge sollte das Maximum genutzt werden, was die Öffnung für die Anlenkung ermöglicht. Um trotzdem feinfühlig steuern zu können empfiehlt sich ein EXPO zu programmieren. Um generell die Steuerung nur über die Tragflächen zu realisieren ist ein V-Mixer oder ein Delta-Mixer erforderlich.
Die persönlich besten Einstellungen lassen sich für jeden Piloten nach Empfinden erfliegen.

Servorichtung: Für eine Linkskurve muss die Nasenleiste der linken Tragfläche nach unten und die Nasenleiste der rechten Tragfläche nach oben bewegt werden. Für eine Rechtskurve dementsprechend entgegengesetzt.  Um Höhe zu steuern müssen die Nasenleisten beider Tragflächen nach UNTEN bewegt werden, um Tiefe zu steuern müssen die Nasenleisten beider Tragflächen nach OBEN bewegt werden.

Achtung:
Bei dieser Art der Flächenansteuerung ist es wichtig, dass die rotierenden Teile des Antriebs (Motor, Luftschraube und Spinner) absolut rund laufen. Unnötige Vibrationen des Antriebs führen zu Resonanzen in den beweglichen Tragflächen!






 
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